Aktuelles

News

Suva - Asbesthaus

Die Schweizerische Unfallversicherung Suva ist der grösste Unfallversicherer der Schweiz. Sie beschäftigt sich u.a. mit Berufskrankheiten und damit auch dem Thema Asbest.

Im Suva-Asbesthaus werden typischen Asbestfundstellen in Privathäusen anschaulich dargestellt.

https://www.suva.ch/_static/flash/asbesthaus/asbest-de.html

Unsachgemäßer Umgang

in der Anlage ein Beispiel für unzulässige Arbeiten an einer asbesthaltigen Wetterschutzfassade. Diese Arbeitsweise verstößt gegen die Auflagen der TRGS 519 und das Chemikaliengesetz. Soetwas wird auch strafrechlich verfolgt.

PDF "Foto Schaden AZ-Fassade"

Berufskrankheiten

Berufskrankheiten sind Erkrankungen, die nach Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft Personen erleiden, die durch ihre Arbeit besonderen Einwirkungen in höherem Umfang ausgesetzt sind als die übrige Bevölkerung. Die Anerkennung einer Berufskrankheit liegt in der Zuständigkeit der Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrats.

Asbest ist auf europäischer Ebene als beim Menschen Krebs erzeugend eingestuft.

Unter bestimmten Bedingungen kann jetzt auch die Erkrankung Eierstockkrebs durch Asbest – Ovarialkarzinom – als Berufskrankheit ebenso wie Lungen- und Kehlkopfkrebs als Berufskrankheit anerkannt werden. (Quelle: Pressemitteilung DGUV, 1. Quartal 2017)

"Asbestsanierung" Verfahren mit geringer Exposition

Geprüfte Verfahren für Arbeiten mit geringer Exposition gemäß Nr. 2.10 Abs. 8 TRGS 519

Vor 2000 entstandene Verfahren wurden aufgrund von Änderungen der Vorschriften und der zugrunde liegenden Parameter außer Kraft gesetzt und dürfen nicht mehr angewandt werden. Nach Informationen der Aufsichtsbehörde wurden zwei Verfahren jetzt in neuer Fassung wieder zugelassen:

BT 12 „Anbohren von Asbestzement-Fassadenplatten − Anbohrverfahren“

BT 23 „Bohren von Fußböden mit asbesthaltigem Estrich unter Verwendung einer speziellen Absaugvorrichtung“

Die Verfahren beziehen sich auf neue Geräte; die aktuell gültigen Parameter sind jetzt eingehalten. (Stand 04/2017)

Neue Berufskrankheiten

Änderung in der Berufskrankheiten-Verordnung vom 07.07.2017

1. neu aufgenommene Berufskrankheit:

Harnblasenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). PAK entstehen arbeitsbedingt vor allem in Kokereien und Teerraffinerien, in der Elekt-rographitindustrie, im Straßenbau sowie bei der Schornsteinreinigung.

2. Zwei Berufskrankheiten wurden erweitert:

Die Berufskrankheit Nummer 4113 – Lungenkrebs durch PAK – um die Erkrankung "Kehlkopfkrebs"

und

Berufskrankheit Nummer 4104 – Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs in Verbindung mit Asbest – um die Erkrankung "Eierstockkrebs".